Was hat unsere Katastrophenvorsorge in Nepal bewirkt?

Katastrophenvorsorge in Nepal:

Da Nepal immer wieder Naturkatastrophen, wie Erdbeben und Überschwemmungen ausgesetzt ist, engagiert sich Mission East nach dem großen Erdbeben von 2015 im Bereich der Katastrophenvorsorge und entwickelt mit den örtlichen Gemeinden Krisen- und Notfallpläne. Warnsysteme werden etabliert, es werden Schulungen in Erster Hilfe angeboten. Jeder, einschließlich Menschen mit Behinderungen und andere marginalisierte Bevölkerungsgruppen werden zu Treffen eingeladen, bei denen sie für Krisen geschult werden.

Aber was bewirkt das Projekt konkret?

Um die Wirkung unserer Projekte zu untersuchen, vergleichen wir unsere Studien, die wir zu Beginn und zum Ende gemacht haben, wir führen Hausbesuche durch, interviewen die Schlüsselpersonen des Projektes und werten die Berichte unserer Partner aus.

Die Relevanz: Die Rückmeldung der Begünstigten zum Thema Relevanz fiel sehr positiv aus. Es wurde bestätigt, dass Schulungen zu lokalen Notfall-Plänen, zu der Einbeziehung aller Dorfbewohner*innen und dem Zugang zu Informationsmaterialen essenziell für ein Risikomanagement ist, durch dass Kommunen Risiken besser einschätzen und sich auf Gefahren vorbereiten können.

Die Wirkung: Durch die Schulungen wissen die Teilnehmenden nun, welche spezifische Gefahren von den Naturkatastrophen ausgehen, die ihre Region treffen könnte. Mit dieser Grundlage können sie gemeinsam eine Strategie erarbeiten, wie sie diese Gefahr verringern und wie sie auf sie reagieren können. Ein Punkt, der uns als Mission East sehr wichtig ist, besteht darin, dass ein Bewusstsein geschaffen wurde, dass es Personen gibt, die verwundbarer als andere sind und deshalb besonderen Schutz benötigen.

Durch die Schulungen konnten fast doppelt so viele wie vorher, nämlich 86% anstatt 44%, etwas tun, um sich vor Katastrophen zu schützen und katastrophalen Auswirkungen, wie die nach dem Erdbeben 2015 zu verringern. Damit hat sich auch etwas in der Haltung verändert, denn zu lernen, dass es einen Weg gibt, sich und die Gemeinde zu schützen, stärkt das Verantwortungsgefühl und die Motivation, etwas zu tun.

Mehr als die Hälfte der Menschen in den Gemeinden, in denen die Schulungen stattfanden, haben Haushaltspläne im Fall eines Notfalls erstellt (56%, vorher 24%), ihre Häuser und Toiletten befestigt und sturmsicher gemacht (54% vorher 16%), und sichere Plätze im Fall von Katastrophen identifiziert (50% vorher 12%). Das Bewusstsein ist also erheblich gestiegen und kann nun von den Personen, die dieses schon haben, weitergetragen werden. Eine der wohl tiefgreifendsten Wirkungen des Projektes ist die Haltung gegenüber vulnerablen und marginalisierten Gruppen, auf die ein besonderer Fokus gelegt wurde. Am Ende des Projektes sagen 99% der Haushalte, dass vulnerable Personen unbedingt mit in die Katastrophenvorsorge miteinbezogen werden müssten.